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Datum: Freitag, 28.04.2017
UTC

Was ist die UTC?

UTC ist die Abkürzung für Universal Time Coordinated und entspricht der heute gültigen Weltzeit. Von der UTC leiten sich die internationalen Weltzeiten und Zeitangaben ab. Im deutschsprachigen Raum ist sie unter der Bezeichnung koordinierte Weltzeit bekannt. Auch der ehemalige Begriff Greenwich Mean Time (GMT) ist in vielen Erdteilen noch ein häufig anzutreffender Begriff.

Koordinierte Weltzeit

Die unterschiedliche Zeitabweichung der einzelnen Länder und Zeitzonen zur Weltzeit werden durch die UTC Zeit ausgedrückt. Die Berechnung der Weltzeiten beginnen am Nullmeridian, der durch den Londoner Stadtteil Greenwich verläuft. Der Zeitunterschied wird zu einem durch die geographischen Lage und der Sommmerzeitregelung bestimmt. Für alle Regionen, die auf der Weltkarte östlich von Greenwich liegen, wird die Differenz zur koordinierten Weltzeit hinzu addiert: UTC+h. In Richtung Westen werden die Stunden abgezogen: UTC-h. UTC+1 beispielsweise, bedeutet das die Abweichung zur Weltzeit +1:00 Stunde beträgt. Wenn es also in der UTC 12:00 Uhr Mittags ist, dann gilt in allen Gebieten der UTC+1 13:00 Uhr. Bei UTC-1 wird auf der Weltzeituhr eine Stunde abgezogen und es ist erst 11:00 Uhr.
Eine wichtige Rolle spielt auch die Zeitumstellung. Der Zeitunterschied zwischen der koordinierten Weltzeit und allen Ländern, die sich an der Zeitumstellung beteiligen, variiert im Laufe eines Jahres. Deutschland, Österreich und Schweiz zum Beispiel, richten sich in der Winterzeit nach UTC+1. Während der Winterzeit gilt die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), die der koordinierter Weltzeit um +1:00 Stunde im voraus ist. Nach der Umstellung auf die Sommerzeit (Daylight Saving Time), werden die Uhren auf die UTC+2 Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) vorgestellt. Die Zeitverschiebung zur Universal Time Coordinated beträgt nun +2:00 Stunden auf der Weltzeituhr.
Alle Regionen und Staaten, die nicht auf Sommerzeit umstellen, haben ganzjährig eine gleichbleibende Zeitunterschied zur UTC. Sie verbleiben dauerhaft in der gleichen Zeitzone, unter Verwendung ihrer Standard Time (Normalzeit).

Seit Einführung der Zeitzonen wurden verschiedene Methoden zur Berechnung der Weltzeiten herangezogen. Bei allen Varianten diente der Nullmeridian in Greenwich als Berechnungsgrundlage. Aus dieser Zeit stammt noch die frühere Bezeichnung GMT (Greenwich Mean Time), die in England und Westafrika noch geläufig ist. Die GMT Zeitnutzt die mittlere Sonnenzeit von Greenwich, zur Anzeige der weltweiten Ortszeiten. In der heutigen Zeitmessung wird jedoch die Atomzeitskala zur Zeitbestimmung herangezogen. Als Basis dient die internationale Atomzeit TAI (Temps Atomique International), die aus den weltweiten Atomuhren ermitelt wird. Da die Atomzeit und Erdrotation nicht synchron laufen, werden sogenannte Schaltsekunden eingefügt. Dadurch wird die Zeitskala an die Erdumdrehung angeglichen. Die koordinierte Weltzeit ist im Gegensatz zur GMT, eine wesentlich genauere Referenzeit und besser geeignet zur Vereinheitlichung der weltweiten Zeitangaben. Internationale Konferenzen sowie Ankunfts- und Abflugzeiten im Luftverkehr werden nach ihr geplant und koordiniert. Handys und Internetportale nutzten sie zur Zeitwiedergabe. Die Zeiteinstellung vieler Computer und Softwareprogramme werden mit Hilfe der UTC Zeit synchronisiert.
Damit hat die UTC auch in unserem alltäglichen Leben Eizug gehalten, ohne das wir sie bewust warnehmen.

Weiterführende Informationen zur Entstehung und die Geschichte der Weltzeit finden Sie hier.

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