09:47:45
Datum: Sonntag, 19.11.2017
Zeitzonen

Zeitzonen

Was sind Zeitzonen? In jeder Zeitzone existiert zu einem bestimmten Zeitpunkt auf der Erde das gleiche Datum und die gleiche Uhrzeit. Dies ist dann der Fall, wenn die Sonne in einem Gebiet auf der Erdoberfläche am höchsten steht, also um 12:00 Uhr Mittags. In der oberen Zeitzonenkarte erhalten Sie einen Einblick über den Verlauf der einzelnen Zonenzeiten und der dazugehörigen Zeitzonen.

Die Zeitzonen der Welt!

Bis zur Einführung der Zeitzonen wurde die Uhrzeit am Stand der Sonne gemessen. Wenn es zum Beispiel in München 12 Uhr Mittag war, dann galt in Hamburg bereits die Ortszeit 13 Minuten nach 12. Mit dem Ausbau der Eisenbahn und des zunehmenden Reiseverkehrs, mussten die Uhren wegen der Zeitverschiebung durchgehend umgestellt werden. Auch die Anpassung der Fahrpläne erwies sich als recht kompliziert. Dies führte dazu, dass im Jahr 1884 auf der Internationalen Meridiankonferenz in Washington die Einführung der Zeitzonen beschlossen wurde. Den Anstoß dazu gab der Ingenieur Sir Sandford Fleming (1827-1915). Man teilte die Welt in 24 Zeitzonen, mit je einer Stunde Zeitunterschied.

Wie ist eine Zeitzone eingeteilt? Durch die Erdumdrehung erreicht die Sonne alle 4 Minuten einen sogenannten Meridian und nimmt in einem bestimmten Erdteil den höchsten Punkt am Himmel ein. Meridiane sind gedachte Verbindungslinien (Längengrade), die vom Nord- zum Südpol verlaufen und alle Orte verbinden, an denen es gleichzeitig Mittag ist. Je 15 Meridiane bilden eine Zeitzone. Ausgehend von 360 Meridianen ergeben sich daraus die ursprünglich festgelegten 24 Zeitzonen.
Die frühere Regelung findet heutzutage nur noch bedingt Anwendung. Die Zeitzonen der Welt haben mittlerweile auch eine politische Bedeutung. Oft orientieren sich die Weltzeitzonen am Verlauf von Staatsgrenzen. Dadurch verfügen viele Länder die innerhalb der gleichen Zonenzeit liegen, über eine eigene Uhrzeit und Zeitzonen-Bezeichnung. Auch die nationale Handhabung der Zeitumstellung sowie die geographische Ausdehnung eines Landes tragen zu den Unterschieden bei. So erstreckt sich zum Beispiel Australien über ein Gebiet von 3 verschiedenen Zeitzonen, von denen nur 2 teilweise an der Sommerzeit teilnehmen. Zu berücksichtigen ist auch, dass sich viele Länder nicht an der Zeitumstellung beteiligen. Sie verbleiben in der Normalzeit bzw. Standard Time, wie zum Beispiel Russaland und China. Die Länder, die eine Zeitumstellung eingeführt haben, folgen neben der Standard Time auch der sogenannten Daylight Saving Time (DST), bei uns als Sommerzeit bekannt. So ist zum Beispiel die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) gleichbedeutend der deutschen Daylight Saving Time und die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) entspricht der deutschen Standard Time.
Eine Zeitzone ist heute vielmehr die Vereinheitlichung der Ortszeiten, unter Berücksichtigung des Sonnenverlaufs sowie der politischen Gegebenheiten in einer bestimmten Region auf der Erdoberfläche.

Wie groß ist die Zeitverschiebung? Die Zeitverschiebung zwischen den einzelnen Weltzeitzonen beträgt in der Regel 1 Stunde. Einige Länder weichen von dieser Norm ab. Deren Zeitunterschied zu den Nachbarländern liegt bei einer halben Stunde oder Dreiviertelstunde. Dazu zählen Länder wie zum Beispiel Indien, Nepal und Venezuela. Die Zeiten richten sich nach der Koordinierten Weltzeit, auch als Coordinated Universal Time (UTC) bekannt. Die Umrechnung der Weltzeit und damit die Berechnung der Weltzeituhr beginnt am Nullmeridian, der durch Greenwich/London in England verläuft. Dieser teilt die Erde in eine West- und Osthalbkugel. Reist man von hier aus auf der Weltkarte in Richtung Osten, dann schreitet die Weltzeit alle 15 Grad (15 Meridiane) um je eine Stunde voran. In Richtung Westen wird die Zeit entsprechend zurück gestellt, solange bis der 180ste Längengrad im Pazifik erreicht wird. Dort befindet sich die Datumsgrenze. Überscheitet man sie in Richtung Osten, gewinnt man einen Tag - in Richtung Westen verliert man einen Tag.

Zeitzonen Wisssen

Service